Daniel Jositsch

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Daniel Jositsch
am 20. Oktober 2019
wieder in den Ständerat

Homosexualität - Kein Tabu-Thema

Jeder Mensch hat, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, das Recht auf Gleichbehandlung. Politikerinnen und Politiker sollten ihre eigenen Vorurteile abbauen und die Gesetze dahingehend anpassen, dass Diskriminierungen wie die Einschränkung der Ehe und der Adoption abgebaut werden.

Am 20. Juni 2015 fand in Zürich die Zürich Pride statt.
Was bewegte Sie, daran teilzunehmen?

Die Verteidigung der Grundrechte ist ein wesentliches politisches Thema von mir. Dazu gehört auch, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, das Recht auf Gleichbehandlung hat. Das ist heute noch nicht der Fall. Deshalb habe ich mit meiner Teilnahme meine Unterstützung signalisiert.

 

Warum sollte man die Ehe und Adoption für gleichgeschlechtliche Paare ermöglichen?

Wenn ich mich gegen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ausspreche, dann heisst das, dass ich die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren und deren Adoptionsrechte befürworte. Es ist kein Grund ersichtlich, warum man gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe verweigern sollte. Und wenn kein solcher erkennbar ist, dann ist es selbstverständlich, dass wir dieses Recht gewähren müssen. Ich bin überzeugt, dass unsere Nachkommen in 100 Jahren mit Kopfschütteln auf uns zurückblicken werden, weil wir dieses Recht gleichgeschlechtlichen Paaren verweigerten. Das Gleiche gilt für das Adoptionsrecht: Entscheidend ist da einzig das Kindeswohl. Und man kann doch nicht im Ernst behaupten, dass ein gleichgeschlechtliches Paar dies weniger gewährleisten kann als heterosexuelle Eltern.

Wie sollte die Politik vorgehen, damit Homosexualität kein Tabu-Thema mehr ist?

Das Wichtigste ist, dass die Vorurteile im Kopf der Menschen abgebaut werden. Das kann die Politik nicht vorschreiben. Aber die Politikerinnen und Politiker können ihre eigenen Vorurteile abbauen und die Gesetze dahingehend anpassen, dass Diskriminierungen wie die Einschränkung der Ehe und der Adoption abgebaut werden. Das wäre ein wichtiger Schritt.

Unsere Nachbarländer öffnen sich in Gleichstellungsfragen. Warum fällt es der Schweiz schwer,
sich zu öffnen?

Wir sind in der Schweiz immer etwas langsamer mit gesellschaftlichen Erneuerungen. Bei der Einführung des Frauenstimmrechts hat es in der Schweiz auch länger gedauert als im europäischen Umfeld. Umso mehr müssen wir uns intensiv dafür einsetzen.

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