Daniel Jositsch

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Daniel Jositsch
am 20. Oktober 2019
wieder in den Ständerat

Supreme Court erklärt gleichgeschlechtliche Ehe zum verfassungsmässigen Recht

Die Freiheit des Einzelnen geht soweit, als dass sie die Freiheit von anderen Personen nicht einschränkt. Oder anders gesagt: jeder soll so leben, wie er will, solange es andere nicht betrifft.

Die sexuelle Orientierung eines Menschen, soweit sie sich innerhalb des Erlaubten bewegt, geht nur diesen etwas an und stört niemand anderen. Sie darf also frei ausgelebt werden. Dazu gehört auch, dass wir unsere Paarbeziehung definieren können. Das heutige Zivilrecht verweigert jedoch die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner. Das ist eine Menschenrechtsverletzung. Wenn gleichgeschlechtliche Paare heiraten, nehmen sie «konventionellen Paaren» nichts weg. Deshalb gibt es keinen Grund, dass die Schweiz das Gesetz bezüglich gleichgeschlechtlicher Ehe nicht anpassen sollte. Heute schütteln wir den Kopf, wenn wir daran denken, dass unsere Väter unseren Müttern das Stimmrecht verweigerten. Zukünftige Generationen werden gleich reagieren, wenn sie erfahren, wie lange gleichgeschlechtliche Ehen in der Schweiz verboten waren. Doch es gibt immer mehr Lichtblicke am Horizont. Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt. Nach dem Sieg richtete Barack Obama sein Wort an die Nation. Fortschritt erfolge oft in kleinen Schritten, doch es gebe Tage, wie diesen Freitag, an denen die unermüdlichen Anstrengungen plötzlich, wie mit einem Donnerschlag, belohnt würden, meinte er. Danke, Supreme Court; danke USA!

Ein historischer Schlusspunkt - NZZ

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